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Cuno Amiet

Solothurn, CH, 1868 — 1961

Cuno Amiet (28.3.1868, Solothurn - 6.7.1961, Oschwand) malte bereits mit 15 Jahren das erste Selbstbildnis. 1884 lernte er durch seinen Vater den Maler Frank Buchser kennen, bei dem er die folgenden zwei Jahre unterrichtet wurde. Im Herbst 1886 ging Amiet nach München und studierte dort an der Akademie der Bildenden Künste. 1887 begegnete er Giovanni Giacometti, der ein lebenslanger Freund für ihn wird. Im folgenden Jahr reisten sie zusammen nach Paris und Amiet begann ein Studium an der Académie Julian. Ab 1892 war Amiet jedoch zunehmend unzufrieden mit dem Akademieunterricht und entschied sich nach Pont-Aven zu gehen, wo er Gauguin und van Gogh entdeckte und die Grundlagen für seinen Kolorismus legte.
1894 konnte Amiet in der Kunsthalle Basel ausstellen, doch stiess seine Verwendung reiner Farben bei der Kunstkritik vorwiegend auf Ablehnung. 1898 erhielt er den Auftrag, ein Porträt Ferdinand Hodlers anzufertigen, wodurch ein intensiver Kontakt zu dem Künstler entstand und Amiet sich mit dem Jugendstil auseinandersetzte.
1905 stellte Amiet in der Galerie Richter in Dresden aus, wodurch die Brücke Künstler auf ihn aufmerksam wurden. 1906 wurde er von Erich Heckel zur Mitgliedschaft eingeladen und bereits im selben Jahr beteiligte er sich an der ersten Brücke-Ausstellung in Dresden.
1914 zeigte Amiet in einer Einzelausstellung im Kunsthaus Zürich 124 Werke. 1919 wurde ihm der Ehrendoktor der Universität Bern verliehen. Heute gilt Cuno Amiet als einer der wichtigsten Wegbereiter der Klassischen Moderne in der Schweiz.

 

Ausstellungen (Auswahl)

2018 Cuno Amiet. Retrospektive zum 150. Geburtstag. Meisterwerke aus acht Jahrzehnten, Bromer Kunst, Roggwil.
2011/2012 Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne, Kunstmuseum Solothurn; Bucerius Kunst Forum, Hamburg.
2011/2012 Amiet. «Freude meines Lebens». Sammlung Eduard Gerber. Kunstmuseum Bern.
1959 From Hodler to Klee: Swiss Art of the Twentieth Century. Tate Gallery, London.

Literatur (Auswahl)

Cuno Amiet. Retrospektive zum 150. Geburtstag, Ausst.-Kat. Bromer Kunst, Roggwil, 2018.
Cuno Amiet. Die Gemälde 1883–1919, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Oeuvrekataloge Schweizer Künstler und Künstlerinnen 28, Zürich 2014.
Cuno Amiet. Von Pont-Aven zur «Brücke», Ausst.-Kat. Kunstmuseum Bern, 1999/2000; Musée Rath, Genf, 2000/2001, Mailand 1999.

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