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Ernest Biéler

Rolle, 1863 — 1948

Der Schweizer Maler und Illustrator Ernest Biéler (31.7.1863, Rolle - 25.6.1948, Lausanne) zog im Alter von 17 Jahren nach Paris, wo er an der Académie Julian sowie an der Académie Suisse sein Studium absolvierte. Seine Ausbildung finanzierte er sich, in dem er Romane von zeitgenössischen Autoren wie Émile Zola illustrierte.
1889 liess sich Biéler in Savièse oberhalb von Sitten nieder. Dort begründete er gemeinsam mit anderen ansässigen Künstlern die sogenannten «Schule von Savièse», welche in einem betont dekorativen und linearen Stil Walliser Landschaften und deren Bewohner schilderte. An der Weltausstellung 1900 in Paris wurde er mit einer Silbermedaille ausgezeichnet und im selben Jahr in die Ehrenlegion aufgenommen. 1903 war er Mitbegründer der Société des Traditions Valaisannes, die sich für die Bewahrung kultureller Traditionen im Wallis einsetzte.
Zunächst durch den Impressionismus beeinflusst, wandte sich Biéler später dem Jugendstil zu und entwickelte einen eigenständigen, innovativen Malstil, wofür er zahlreiche öffentliche Aufträge für Fresken, Glasmalereien und Mosaiken, darunter im Bundeshaus in Bern, erhielt. 

 

Ausstellungen (Auswahl)

2011 Geträumte Wirklichkeit. Réalité rêvée, Kunstmuseum Bern; Fondation Pierre Gianadda, Martigny
2005 Musée de l'Evêché, Sion
1999 Du réalisme à l’Art nouveau. Vom Realismus zum Jugendstil, Lausanne, Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne; Kunstmuseum Solothurn
1938 Kunsthalle Bern

1912 Musée Arlaud, Lausanne

Literatur (Auswahl)

Ernest Biéler (1863-1948). Geträumte Wirklichkeit. Réalité rêvée, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Bern; Fondation Pierre Gianadda, Martigny, Bern/Martigny 2011.
Ernest Biéler (1863-1948). Du réalisme à l’Art nouveau. Vom Realismus zum Jugendstil, Ausst.-Kat. Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne; Kunstmuseum Solothurn, Mailand 1999.
Maurice Jean-Petit-Matile, Ernest Biéler, Lutry 1976.

Kunstwerke
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