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#artworkoftheweek

François Diday - Pont du Diable, o.J.

  

François Diday - Pont du Diable, o.J.
Öl auf Leinwand
49.5 x 39 cm

Das kleine hochformatige Gemälde des Genfer Künstlers François Diday zeigt die von Schweizer Volkslegenden umwobene Teufelsbrücke aus einer eindrücklichen Perspektive. Flussaufwärts führt der Blick zur Brücke hinauf, wobei diese durch ein ausgeprägtes Chiaroscuro (hell-dunkel Malerei) wie ein Tor zwischen Vorder- und Hintergrund erscheint. Der Himmel, das hintere Tal sowie die Berge in der Ferne sind bereits ins Licht getaucht, während im tiefen Flusstal noch immer Nacht zu herrschen scheint. Die aufgehende Sonne wird von einem mit Sträuchern bedeckten Felsen verborgen, doch erreichen einzelne Sonnenstrahlen die Brücke und bescheinen diese vom hinteren, hellen und verlockenden Tal her. Zwei kleine Gestalten in der unteren dunklen Bildhälfte verdeutlichen die potenzielle Gewalt der Natur und des Gebirges, der sie sich konfrontiert sehen. Ein Mann mit roten Hosen steht mit dem Rücken zum Betrachter gewandt auf einem grossen Felsen und eine gebückte Figur steigt zum Flussbett hinunter. Besonders durch die Rückenfigur wird ein Tiefenraum erschaffen, da der Betrachter sich mit der ins Bild schauenden Figur identifizieren und so die Räumlichkeit der Szenerie sowie die Erhabenheit der Natur nachempfinden kann.

Dieses Gemälde und weitere Kunstwerke können in unserer Online Galerie erworben werden.

Hier geht es zur Künstlerseite von François Diday.

Zum Künstler
François Diday
Genève, 1802 — 1877

Der Schweizer Landschaftsmaler François Diday (1802, Genf – 1877, Genf) nahm Zeichenunterricht bei Abraham Constantin und studierte an der Société des Arts in Genf. 1823 arbeitete er im Atelier von Antoine Gros in Paris und erhielt im Folgejahr ein Stipendium für einen Italienaufenthalt. Schliesslich liess er sich in seiner Heimatstadt Genf nieder und betätigte sich in seinem Atelier als Zeichenlehrer. Einer seiner Schüler war Alexandre Calame. Diday gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter der Genfer Romantik. Seine Werke wurden in Paris, Berlin und in Wien an der Weltausstellung 1873, bei der er mit einer Bronzemedaille prämiert wurde, ausgestellt.