Direkt zum Inhalt
Intro
Künstlerpräsentation

Hildegard Weber-Lipsi

   

Hildegard Weber-Lipsi zeichnet in Japan, 1963.

Hildegard Weber-Lipsi (1901, Wädenswil - 2000, Küsnacht) studierte Kunst in Zürich, Karlsruhe, London und schliesslich in Paris, wo sie beim Bildhauer Morice Lipsi, ihrem späteren Ehemann, Zeichenunterricht nahm. Bereits 1929 stellte sie im Salon d’autonme im Grand Palais in Paris aus. Sie lebte mit ihrem Ehemann in der Künstlerkolonie La Ruche, bevor sie zusammen an den Stadtrand von Paris zogen. Der Zweite Weltkrieg zwang das Paar jedoch getrennte Wege zu gehen, da Morice Lipsi, der jüdischer Abstammung war, 1941 in die Charente fliehen musste. Hildegard Weber-Lipsi kehrte daraufhin in die Schweiz zurück und lebte bis zu ihrem Tod abwechselnd in Zürich und Paris. 

In den 1950er Jahren manifestierte sich eine stärker werdende Tendenz zum abstrakten Expressionismus im Werk von Hildegard Weber-Lipsi. Sie schuf Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen, die trotz – oder gar aufgrund – der prägenden Erlebnisse und der Flucht im Zweiten Weltkrieg eine ausgesprochene Vitalität und Lebensfreude artikulieren. Die fliessenden, manchmal nervösen Pinselstriche fügen sich mit einer scheinbaren Leichtigkeit zu expressiven Kompositionen zusammen und vermögen es, eine poetisch gestische Abstraktion mit starker Ausdruckskraft zu kreieren. Dabei verwendete Weber-Lipsi eine aussergewöhnliche, für sie charakteristische Frabpalette, bestehend aus hellen Pastelltönen in Kombination mit starken, reinen Farbakzentuierungen. Inspirieren liess sich die Künstlerin auf Reisen – im Auto, Zug oder Flugzeug suchte sie stets die dynamischen, einprallenden Eindrücke in ihren Arbeiten einzufangen. Besonders Japan und die dort erlebten Feste und Feuerwerkspektakel lieferten noch Jahre später Anregungen für atmosphärische Gemälde, leuchtende Aquarelle und expressive Zeichnungen. 

Hildegard Weber-Lipsi - Composition, 1962

Hildegard Weber-Lipsi - Abstrait, 1960er

Hildegard Weber-Lipsi - Composition, 1960er

Zum Künstler
Hildegard Weber-Lipsi
Wädenswil, 1901 — 2000

Hildegard Weber-Lipsi (1901, Wädenswil - 2000, Küsnacht) zeichnete bereits als Kind und begann mit 20 Jahren eine künstlerische Ausbildung. Sie studierte in Zürich, Karlsruhe, London und Paris, wo sie beim Bildhauer Morice Lipsi, ihrem späteren Ehemann, Zeichenunterricht nahm. Bereits 1929 konnte sie im Salon d’automne im Grand Palais in Paris ausstellen. Nach einer gemeinsamen Zeit mit Morice Lipsi in der Künstlerkolonie „La Ruche“ zogen die beiden nach ihrer Heirat 1930 in einen Bauernhof am Stadtrand von Paris.
Der Krieg zwang das Paar für eine gewisse Zeit getrennte Wege zu gehen, da Morice Lipsi 1941 in die Charente fliehen musste. Hildegard Weber-Lipsi sah sich gezwungen mit den Töchtern in die Schweiz zu ziehen. Ab da war die Familie abwechselnd am Zürichsee und in Paris wohnhaft.
Hildegard Weber-Lipsi nahm regelmässig am Salon des Réalités Nouvelles teil und stellte ihre Werke in Frankreich, Deutschland, Israel, Japan und in der Schweiz aus.