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Hildegard Weber-Lipsi - Feux d'Artifice, 1994

   

Hildegard Weber-Lipsi - Feux d'Artifice, 1994
Lithografiekreide auf Papier
42 x 29.7 cm

Hildegard Weber-Lipsi (1901 - 2001) zeichnete und malte fast täglich. Ihr Skizzenbuch hatte sie stets bei sich, um optische Eindrücke und farbige Erlebnisse darin aufzunehmen. So untersuchte sie über Jahre hinweg verschiedene Themen und griff sie immer wieder neu auf, um diese durch neue Perspektiven weiterzuentwickeln. Mit Neugierde und Erfindungsreichtum erschuf sie durchdringende Serien und Reihen, darunter auch die Feuerwerke.

Explodierende Raketen, flimmernder Goldregen, grelle Lichtblitze – mit ihren expressiven Kreidezeichnungen gelang es der Künstlerin die Atmosphäre des Feuerwerkspektakels auf das Papier zu bannen. Mit dicken, schnellen und starken Linien zeichnete Hildegard Weber-Lipsi den dunklen Nachthimmel nach. Die weiss belassenen Stellen nutzte sie, um das Licht darzustellen, wodurch Ihre Werke eine enorme Strahlkraft erreichen. Fast scheint es, als würden die Lichtfunken durch die schwarzen Kreidestriche, den dunklen Himmel hindurch aufglühen.

Diese Werkgruppe ist aktuell in der thematischen Ausstellung LINIE - Kreation und Reduktion in Roggwil präsentiert. Einen virtuellen Einblick in die Schau erhalten Sie auch über unseren Online Viewing Room.

Zum Künstler
Hildegard Weber-Lipsi
Wädenswil, 1901 — 2000

Hildegard Weber-Lipsi (1901, Wädenswil - 2000, Küsnacht) zeichnete bereits als Kind und begann mit 20 Jahren eine künstlerische Ausbildung. Sie studierte in Zürich, Karlsruhe, London und Paris, wo sie beim Bildhauer Morice Lipsi, ihrem späteren Ehemann, Zeichenunterricht nahm. Bereits 1929 konnte sie im Salon d’autonme im „Grand Palais“ in Paris ausstellen. Nach einer gemeinsamen Zeit mit Morice Lipsi in der Künstlerkolonie „La Ruche“ zogen die beiden nach ihrer Heirat 1930 in einen Bauernhof am Stadtrand von Paris.
Der Krieg zwang das Paar für eine gewisse Zeit getrennte Wege zu gehen, da Morice Lipsi 1941 in die Charente fliehen musste. Hildegard Weber-Lipsi sah sich gezwungen mit den Töchtern in die Schweiz zu ziehen. Ab da war die Familie abwechselnd am Zürichsee und in Paris wohnhaft.
Hildegard Weber-Lipsi nahm regelmässig am Salon des Réalités Nouvelles teil und stellte ihre Bilder in Frankreich, Deutschland, Israel, Japan und in der Schweiz aus.