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Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889

   

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm.

Johann Gottfried Steffans Oeuvre zeichnet sich durch idealistische Landschaften aus, in welchen er bevorzugt die Schweizer Alpen darstellte. Nach seiner Zeit an der Akademie der bildenden Künste in München, machte der Schweizer Künstler mit seinen Künstlerkollegen mehrere Studienreisen in seine alte Heimat und erweckte deren Interesse an den harmonischen Landschaftsszenen, die sie dort vorfanden.

Das Gemälde stellt die Alp in der Ramsau dar. Abgebildet sind eine Herde Kühe und Ziegen, die von einer Frau bergabwärts getrieben werden. Die idyllische Szene strahlt trotz Bewegtheit eine Ruhe und Zufriedenheit aus und die warmen Grün- und Brauntöne bieten einen schönen Kontrast zu dem etwas kälter wirkenden Bergmassiv im Hintergrund. Bei genauerem Betrachten der Details im Bild fällt auf, wie der Pinselduktus trotz realistischem Malstil des Gesamtwerkes  sehr künsterlich und malerisch daherkommt.

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm. (Detail)

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm. (Detail)

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm. (Detail)

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm. (Detail)

Johann Gottfried Steffan - Alp in der Ramsau, 1889. Öl auf Leinwand, 75,5 x 101 cm.

Zum Künstler
Johann Gottfried Steffan
Wädenswil, 1815 — 1905

Johann Gottfried Steffan (13.12.1815, Wädenswil - 16.6.1905, München) galt als einer der essentiellsten Schweizer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts. Er gehört zu den vertrauten Mittelspersonen der Münchner Schule. Steffan machte einleitend eine Lehre als Schriftlithograf, bevor er 1833 zu Ausbildungszwecken nach München reiste. Dort besuchte er die Akademie der bildenden Künste unter Peter von Cornelius. 
Inspiriert von Carl Rottmann, wandte Steffan sich der realistischen Landschaftsmalerei zu. Steffan arbeitete auch mit dem namenhaften Arnold Böcklin zusammen, welcher sicher auch einen grossen Einfluss auf das Oeuvre des Künstlers hatte. Die Künstlerkollegen machten mehrere Studienreisen in die Schweizer Alpen, bevorzugt ins Glarnerland und an den Walensee. In späteren Jahren besuchte Steffan mehrfach Berchtesgaden und die Ramsau, Orte, die seine Motivwahl bestimmten. Steffans Werk zeichnet sich insbesondere durch die naturalistische Gebirgs- und Landschaftsdarstellungen aus, welche er in ihrer Wildheit und ihrem Zauber wiedergibt.