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Zürich - Rämistrasse

Landschaften der Romantik

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Anlässlich der aktuellen Ausstellung «Im Herzen Wild – Romantik der Schweiz» im Kunsthaus Zürich sind in unserem Showroom an der Rämistrasse 3 Landschaftsmalereien des 19. Jahrhunderts zu sehen.

Alexandre Calame - Idyllische Uferpartie an der Rhone vor Avignon, o. J.

François Diday - Pont du Diable, o. J.

Gustave Eugène Castan - Prés de Bourbon Lancy, o. J.

Johann Gottfried Steffan - Gosausee mit Dachstein, 1851

Johann Gottfried Steffan - Ufer am Gardasee in Oberitalien, 1846

Otto Viktor Frölicher - Einsiedelei bei Solothurn (Verenaschlucht), 1866

Die Romantik war eine künstlerische, literarische, musikalische sowie intellektuelle Bewegung, die gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Europa aufkam. Die Strömung kann als Reaktion auf die Industrielle Revolution, die damaligen sozialen Veränderungen sowie die wissenschaftliche Rationalisierung der Natur im Zuge der Aufklärung gedeutet werden.
In der bildenden Kunst trat die Betonung der Affekte sowie die Glorifizierung der Vergangenheit und der Natur in den Vordergrund. Die Vertreter der Romantik interessierten sich für das Sublime und das damit verbundene Gefühl von Unerreichbarkeit und Unermesslichkeit. Sinnesempfindungen galten als Quelle für die ästhetische Erfahrung, wobei neben Bewunderung auch Grauen und Furcht in den Gemälden ihren Ausdruck fanden. In der Landschaftsmalerei wurde besonders das Verhältnis zwischen der erhabenen, überwältigenden Natur und dem im Vergleich dazu unbedeutend klein erscheinenden Menschen ins Zentrum gerückt.

Künstler wie Alexandre Calame (1810 – 1864) und Gustave Eugène Castan (1823 - 1892) erkannten das Erhabene besonders in den Naturgewalten und setzten diese in ihren Darstellungen mit nahezu religiösen Erfahrungen gleich. Ihre dramatischen Landschaftsbilder zeigen eine imposante und teilweise beängstigende Natur, welche Unendlichkeit, Sehnsucht und Ehrfurcht verkörpert. Johann Gottfried Steffan (1815 – 1905) und François Diday (1802 – 1877) konzentrierten sich hingegen mehr auf die Darstellung von mystisch verträumten Landschaften, die von einer atmosphärischen und transzendenten Lichtstimmung geprägt sind.

Die Ausstellung in Zürich präsentiert eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Arbeiten von Alexandre Calame, Gustave Eugène Castan, François Diday, Otto Viktor Frölicher, Niklaus Pfyffer, Johann Gottfried Steffan, J. M. William Turner und Robert Zünd.

 

 

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