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Francis Picabia

Paris, 1879 — 1953

Francis Picabia, 1879 geboren in Paris, war wohl einer der vielseitigsten Künstler der Moderne. Er selbst schrieb 1922: "Wenn du saubere Ideen haben willst, dann wechsle sie wie ein Hemd". Seine erfinderische Karriere erstreckte sich über fast 50 Jahre, in denen er sich als Maler, Dichter, Verleger, Filmemacher und Performancekünstler einen Namen machte. Während des Ersten Weltkrieges war Picabia in New York, Barcelona und der Schweiz im Exil. In dieser Zeit gab er die Zeitschrift 391 heraus und die Maschine wird ein wichtiges Sujet in seiner Kunst. Nach Kriegsende kehrte Picabia nach Paris zurück, wo er mit den Dadaisten, angeführt von Tristan Tzara, zusammentraf. Heute ist Picabia vor allem für seine dadaistischen Arbeiten bekannt, doch reichten seine Stilrichtungen vom Impressionismus, über eine radikale Abstraktion bis hin zu einer pseudoklassizistischen Malerei. Picabia durchkreuzte Stilrichtungen und experimentierte mit Materialien wie kein anderer Künstler zu seiner Zeit. So beschrieb Marcel Duchamp Picabias Karriere 1949 treffend als eine "kaleidoskopische Serie von Kunsterfahrungen".

 

Ausstellungen (Auswahl)

2016/2017 Francis Picabia: Our Heads Are Round so Our Thoughts Can Change Direction, Museum of Modern Art.
2016 Francis Picabia. Eine Retrospektive, Kunsthaus Zürich.
1997/1998 Francis Picabia – Das Spätwerk 1933–1953, Deichtorhallen Hamburg
1936 International Surrealist Exhibition, London.
1927 Galerie Bernheim-Jeune, Paris.

1913 Armory Show, New York.

Literatur (Auswahl)

Alexander Calder: Francis Picabia – Transparence, Ostfildern 2015.
Arnould Pierre: Francis Picabia. La peinture sans aura, Paris 2002.
William A. Camfield: The Machinist Style of Francis Picabia, New York 1966.

Kunstwerke
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