Direkt zum Inhalt
Intro
Buchpublikation

Rudolf Häsler - 1971-89. Das Werk

1989 veröffentlichte Rudolf Häsler dieses Überblickswerk seiner von 1971 bis 1989 entstanden Arbeiten. Häsler stellt die Realität in ihren Einzelheiten dar und weckt damit innere Visionen, die über den Weg der Malerei vom Physischen ins Metaphysische dringen. Er malt, was für ihn sichtbar wird, während der Lektüre, während des Nachdenkens. Er versteht es, bei seinen Streifzügen durch Manhattan, Chicago, Peking, Tokio oder Barcelona das Sein der Dinge in ihrem gewohnheitsmässigsten und lebendigsten Wesen zu entdecken.

Zum Künstler
Rudolf Häsler
Interlaken, 1927 — 1999

Rudolf Häsler (1927, Interlaken – 1999, Sant Cugat del Vallès) war ab 1947 in Interlaken als Primarlehrer tätig. Gleichzeitig nahm er Malunterricht und reiste durch Europa. 1952 gab er seinen Lehrerberuf auf und widmete sich komplett der Kunst. Reisen in die Sahara, nach Sevilla, Granada, Italien, Jugoslawien und Andalusien folgten. 1956 lernte er in Granada die Kubanerin María Dolores Soler kennen. 1957 reiste er mit ihr in ihre Heimatstadt Santiago de Cuba und heiratete sie dort. Fasziniert vom Land, entschied sich Häsler in Kuba zu bleiben und gründete dort eine Familie.
In Kuba erlebte Häsler den Höhepunkt der Kubanischen Revolution von dessen Aufbruchsstimmung er selbst begeistert war. Er wollte sich aktiv an diesem gesellschaftlichen Wandel beteiligen und schloss sich einer Künstlergruppe an, die sich insbesondere der Kunst am Bau widmete. Weiter entwickelte er ein Konzept zum Aufbau einer landesweiten Keramik-Industrie, welches von der Regierung genehmigt wurde. Er stieg zum geschäftsführenden Berater im neugegründeten Nationalinstitut für Kunstgewerbe auf und wurde 1960 zum Direktor befördert. Nach dem argentinischen Revolutionshelden Ernesto «Che» Guevara, der damalige Industrieminister, war Häsler der zweithöchste ausländische Abgeordnete im kubanischen Staat.