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Künstlerförderung

Rudolf Urech-Seon

Als die Schweizer Malerei in den 1930er-Jahren die Idylle suchte, schaute er genau hin und suchte in der Natur die geometrische Form: Der spät zur Kunst berufene Seoner Flachmaler und Absolvent der Kunstakademie München, Rudolf Urech (1876–1959). Die ungegenständliche Kunst war damals längst erfunden, doch im Aargau blühte nach wie vor der Spätimpressionismus und für Unbekanntes hatte man kein Verständnis. Urech-Seon hatte somit nur eine Möglichkeit: Seinen Weg allein zu suchen. Er war dabei nicht ein Grossstädter in ländlicher Umgebung, sondern ein Einzelgänger, der die abstrakte Kunst für sich noch einmal erfand; in seinem Atelier-Schopf in Seon.

Über das Projekt
Über das Projekt

Galerie Bromer besitzt einen Teil des Nachlasses von Rudolf Urech-Seon und setzt sich dafür ein, dass die bemerkenswerten Werke dieses zu unrecht verkannten Künstlers erneut Anerkennung finden. In diesem Zusammenhang unterstützte bromer kunst die Erstellung der ersten umfangreichen Künstlermonographie «Tritt in die Neuzeit. Die Wiederentdeckung des Künstlers Rudolf Urech-Seon – ein Antiheld der Moderne». Zudem widmete die Galerie dem Œuvre des Künstlers eine Einzelausstellung auf 160 m².

 

Zum Künstler
Rudolf Urech-Seon
Seon, 1876 — 1959

Nach der Flachmalerlehre gründete Rudolf Urech (18.2.1876, Seon - 23.7.1959, Seon) 1905 in seinem Heimatdorf Seon im Kanton Aargau ein Malergeschäft und heiratete im selben Jahr Marie Baumann. Trotz einer gesicherten familiären und beruflichen Situation, entschied sich Urech von 1913 bis 1916 die Münchner Kunstakademie zu besuchen und eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. 1918 kehrte er nach Seon zurück und verlässt ab dann das Dorf nur noch selten. Fortan nennt er sich Urech-Seon, um sich vom gleichnamigen Basler Maler Rudolf Urech (1888–1951) abzugrenzen.