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Künstlerpräsentation

Rudolf Urech-Seon (1876-1959)

   

Rudolf Urech-Seon, geboren 1876 in Seon, gründete nach einer Ausbildung als Flachmaler 1905 in seinem Heimatdorf im Kanton Aargau ein Malergeschäft und heiratete im selben Jahr Marie Baumann. Trotz einer gesicherten familiären und beruflichen Situation, entschied sich Urech von 1913 bis 1916 die Münchner Kunstakademie zu besuchen und eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. 1918 kehrte er nach Seon zu seiner Familie zurück und verliess sein Heimatdorf bis zu seinem Tod 1959 nur noch selten. Fortan nennt er sich Urech-Seon, um sich vom gleichnamigen Basler Maler Rudolf Urech (1888–1951) abzugrenzen.
Als freier Maler wandte er sich zu Beginn einer spätimpressionistischen Landschaftsmalerei zu, die noch stark von seiner Akademieausbildung geprägt war. Diese Werke verschafften ihm 1920 die Aufnahme in die aargauische Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer (GSMBA), deren höchstes Prinzip sich nach der naturalistischen Wiedergabe der sichtbaren Wirklichkeit richtete. Doch bereits in den folgenden Jahren sind bei Urech-Seon abstrahierende Tendenzen zu erkennen, die über die Jahre hinweg, auf einem suchenden und experimentellen Weg schliesslich in einer rein abstrakten Bildsprache münden werden.

Urech-Seon war der erste und lange Zeit einzige abstrakt malende Künstler im Kanton Aargau, wurde in seinen heimischen Künstlerkreisen jedoch für seine abstrakten Werke stark kritisiert. Mangels Gleichgesinnten in der regionalen Künstlerschaft orientierte sich Urech-Seon an Ausstellungen der Avantgarde in Zürich und Basel (1932 Picasso, 1933 Braque, 1938 Le Corbusier) und fand dort die Bestätigung für seinen eigenen künstlerischen Weg. 1947 folgte der Eintritt in die Künstlergruppe Allianz (Vereinigung der modernen Künstler in der Schweiz), der u.a. auch Max Bill, Sophie Taeuber-Arp oder Richard Paul Lohse angehörten. Folglich zeigte er seine Werke in den drei Allianz-Ausstellungen im Kunstverein St. Gallen (1947), im Kunsthaus Zürich (1947) und im Helmhaus Zürich (1954), sowie 1948 und 1950 im Rahmen des Salon des Realités Nouvelles in Paris.

Unsere aktuelle Ausstellung Rudolf Urech-Seon - A Foreign Visitor zeigt seine Werke der 1930er bis 1950er Jahre noch bis zum 19. Dezember 2020 in unserer Galerie an der Rämistrasse in Zürich. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf unserer Ausstellungsseite.

Zum Künstler
Rudolf Urech-Seon
Seon, 1876 — 1959

Nach der Flachmalerlehre gründete Rudolf Urech (18.2.1876, Seon - 23.7.1959, Seon) 1905 in seinem Heimatdorf Seon im Kanton Aargau ein Malergeschäft und heiratete im selben Jahr Marie Baumann. Trotz einer gesicherten familiären und beruflichen Situation, entschied sich Urech von 1913 bis 1916 die Münchner Kunstakademie zu besuchen und eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. 1918 kehrte er nach Seon zurück und verlässt ab dann das Dorf nur noch selten. Fortan nennt er sich Urech-Seon, um sich vom gleichnamigen Basler Maler Rudolf Urech (1888–1951) abzugrenzen.