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Rudolf Urech-Seon - Der Ausfall, 1956

   

Rudolf Urech-Seon - Der Ausfall, 1956, Öl auf Leinwand, 100 x 85 cm, Inv. Nr. 1-2019.

Rudolf Urech-SeonDer Ausfall, 1956
Öl auf Leinwand
100 x 85 cm

Im Jahre 1913 kommt der Schweizer Künstler Rudolf Urech-Seon (1876 –1959) an der Münchner Kunstakademie erstmals mit mathematischen Konstruktionsverfahren in Berührung. Zurück in der Schweiz beginnt Urech-Seon dieses Proportionsverfahren in seinen bisher naturalistischen Landschaftsmalereien anzuwenden: Ende der 1920er-Jahre entwickelte er eine Formensprache, in welcher er seine natürliche Umgebung in reduzierende Flächen und Linien aufteilte.

Damit gehört der Künstler zu den ersten Schweizer Kunstschaffenden, welche sich der Abstraktion verschrieben. In den 1940er-Jahren erreicht die künstlerische Entwicklung der Abstraktion in seinen Bildern einen Höhepunkt. Ab 1945 entstehen malerische Arrangements mit geometrischen und rund geschwungenen Formen in leuchtenden Farben. Urech-Seons Alterswerk ist gekennzeichnet durch ein stark reduziertes Farbenrepertoire und eine repetitiv eingesetzte Formensprache.

In seinem Werk Der Ausfall, welches 1956 entstanden ist, ist dieser Stil besonders sichtbar. Es scheint, als ob sich die abstrakten, geometrischen Formen aneinanderschmiegen und die Farben fügen sich trotz Kontrast zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Neben dem der grauen, der blauen und der grünen Fläche, stechen das knallige Gelb und Rot dabei stark heraus. Dieses Spiel mit dominanten und zurückhaltenden Farben, verleihen dem Werk trotz Abstraktion eine gewisse Tiefe und erzeugen eine Art Vorder- und Hintergrund.

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Rudolf Urech-Seon - Der Ausfall, 1956, Öl auf Leinwand, 100 x 85 cm, Inv. Nr. 1-2019.

Rudolf Urech-Seon - Der Ausfall, 1956, Öl auf Leinwand, 100 x 85 cm, Inv. Nr. 1-2019.

Zum Künstler
Rudolf Urech-Seon
Seon, 1876 — 1959

Nach der Flachmalerlehre gründete Rudolf Urech (18.2.1876, Seon - 23.7.1959, Seon) 1905 in seinem Heimatdorf Seon im Kanton Aargau ein Malergeschäft und heiratete im selben Jahr Marie Baumann. Trotz einer gesicherten familiären und beruflichen Situation, entschied sich Urech von 1913 bis 1916 die Münchner Kunstakademie zu besuchen und eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. 1918 kehrte er nach Seon zurück und verlässt ab dann das Dorf nur noch selten. Fortan nennt er sich Urech-Seon, um sich vom gleichnamigen Basler Maler Rudolf Urech (1888–1951) abzugrenzen.