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Schaulager

Kunstinteressierte bestaunen Exponate in Museen oder Galerien, ohne dass sie sich möglicherweise die Frage stellen, wo Kunstwerke gelagert werden, wenn sie nicht prominent an den Wänden repräsentativer Säle von Kulturinstitutionen oder Kunstmessen hängen. Kunstdepots bleiben für die breite Öffentlichkeit in den meisten Fällen verborgene Orte – eine Tatsache, die nicht selten den ungemeinen Reiz solcher Räumlichkeiten ausmacht. Tatsächlich befindet sich oftmals nur ein Bruchteil der Sammlungsbestände als Dauerexponat oder in einer Wechselausstellung ausserhalb seines vorgesehenen Lagerortes ausgestellt. Wohlbekannt schlummert weltweit die grosse Mehrheit bekannter Kunstwerke im Dornröschenschlaf in immensen Depoträumen. Dabei verlangt eine adäquate Lagerung und Sicherung von Kunstwerken nicht minder logistisches Geschick und Knowhow als die Planung einer geeigneten Ausstellungssituation.

 

 

 

Ein Blick hinter die Kulissen

Ein Blick hinter die Kulissen erschliesst die durchkonzipierte Systematik eines zunächst unscheinbaren Kunstdepots.
Unter Berücksichtigung internationaler konservatorischen Standards erfordert die gewissenhafte Bewahrung und Pflege von Kunstschätzen hohe Anforderungen an die zuständigen Experten. Um eine langfristige Sicherung für zukünftige Generationen zu gewährleisten, wird eine sorgsame Betreuung vorausgesetzt: Licht- und Klimabedingungen unterliegen einer ständigen Kontrolle, um eine Klimastabilität von 20-22 °C und 50-55% Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Bereits eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60% kann zu Schimmelbildung führen und irreversible Schäden an den Kunstwerken verursachen. Auch Schwankungen des Klimas können je nach Materialien einen gesamten Katalog an Schadensbilder bewirken.

Sicherheitsmassnahmen

Ein weiterer zu berücksichtigender Faktor betrifft die Diebstahlsicherung des Depots. Die Lagerräume, in denen die bromer art collection untergebracht ist, werden videoüberwacht, zudem sorgen neuste Baustandards für einen grösstmöglichen Schutz vor Einbruch, Brand und Wasserschäden. 

Die Wahrung des Überblicks über den vielseitigen Sammlungsbestand von Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen und Fotografien der bromer art collection bedingt eine IT-gestützte Verwaltung der Lagerstandorte und des Leihgabenverkehrs. Die digitale Inventarisierung erlaubt zudem die Speicherung und Zuordnung von Werkspezifischen Informationen.

Des Weiteren beinhaltet die interne Ausstattung von Kunstdepots eine Fotostation, um Zustandsaufnahmen der Werke zu machen und ein Raum, um objektspezifische Verpackungen für den sorgfältigen Transport der Werke anzufertigen.

In den Sommermonaten 2018 wurde das gesamte Kunstlager der Galerie Bromer im Zuge einer internen Umstrukturierung neu geordnet und optimiert. In neuem Glanz erstrahlt das Kunstdepot nun für kommende Jahre der Kunst- und Sammelleidenschaft. Das verborgene Kunstdepot bleibt folglich weiterhin ein dynamischer Ort der Bewegung und regen Forschungstätigkeit als auch ein Showroom für unseren Sammlungsbestand.