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#artworkoftheweek

Thomas Röthel - Drehung, 2017

   

Thomas Röthel - Drehung, 2017
Stahl auf Steinplinthe
65 x 19 x 34,5 cm

Thomas Röthel untersucht in seinen Skulpturen die kontrastierenden Qualitäten von Leichtigkeit und Schwere: der gewichtige Stahl verwandelt sich unter dem künstlerischen Eingriff Röthels in ein filigran und fragil anmutendes Kunstwerk; seine scheinbare Leichtigkeit lässt die Schwere des Materials beinahe vergessen.

Röthels spielerisch anmutende, jedoch präzise und durchdachte Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Material Stahl, bringt in seinen verschiedenen Werkserien eine differenzierte Formsprache hervor. Bei den „Drehungen“ werden massive Stahlplatten zunächst mit gezielten Schnitten versetzt und anschliessend mehrfach um die eigene Achse gedreht. Auf diese Weise entsteht der charakteristische ineinander verflochtene mittlere Bereich der Stahlskulptur. Oben und unten bleibt die unbearbeitete Stahlplatte erkennbar, wodurch der Betrachter den Gestaltungsprozess nachvollziehen kann.

Zum Künstler
Thomas Röthel
Ansbach, 1969

Thomas Röthel wurde 1969 im bayerischen Ansbach (DE) geboren. Nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer von 1986 bis 1989 studierte er von 1992 bis 1998 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Johannes P. Hölzinger. Durch seine ganz eigene Formensprache vermag er es ebenso die kontrastierenden Qualitäten von Leichtigkeit und Schwere in seinem Werk auszudrücken. Der schwere Stahl, verwandelt sich unter dem künstlerischen Eingriff Röthels in oftmals filigran und fragil anmutende Skulpturen. Sie strahlen eine Dynamik und Leichtigkeit aus, welche die Schwere des Materials beinahe vergessen lassen. Andere Arbeiten wirken durch ihre subtilen Biegungen und Schwünge sanft, geradezu menschlich gutmütig. Ineinander versunkene Stahlschichten scheinen dem harten Material zu trotzen und wirken schmiegsam und weich.