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Felix Vallotton

Lausanne, 1865 — 1925

Félix Édouard Vallotton, 1865 als Sohn eines Drogisten in Lausanne geboren, wuchs in eher bescheidenen Verhältnissen auf. 1882 ging er mit 17 Jahren nach Paris, um an der École des Beaux Arts zu studieren. Bereits drei Jahre später konnte er im Salon des Artistes Français in Paris seine ersten Bilder ausstellen und 1890 war er zum ersten Mal in der Schweiz mit Werken an der Exposition Nationale Suisse des Beaux Arts in Bern vertreten.

Als Mitglied der Künstlervereinigung „Nabis“ widmete sich Vallotton zusammen mit Édouard Vuillard, Pierre Bonnard und Maurice Denis dem Symbolismus, dem virtuosen Umgang mit Farben sowie dem damals modernen Japonismus. Letzteres wird besonders in Vallottons Holzschnitten ersichtlich, die ihm ab 1890 zu internationaler Anerkennung verhelfen.
1899 heiratete Vallotton die Tochter des einflussreichen Kunsthändlers Alexandre Bernheim, wodurch ihm Türen in der Pariser Gesellschaft geöffnet wurden und er eine finanzielle Unabhängigkeit genoss. Ein Jahr später nimmt Félix Vallotton die französische Staatsbürgerschaft an.
1908 erwirbt das Sammlerpaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler aus Winterthur erste Arbeiten von Vallotton woraufhin ein enger Kontakt zwischen dem Paar und dem Künstler entstand. Später agierte Félix Vallotton als Kunstberater des Ehepaars und es entwickelt sich darüber hinaus eine private Freundschaft.
1910 erhält Vallotton im Zürcher Kunsthaus seine erste Einzelausstellung in der Schweiz, welche aufgrund der als skandalös erachteten Freizügigkeit seiner Werke für Jugendliche nicht zugänglich war.

Gesundheitlich angeschlagen verbrachte Vallotton ab 1920 die Wintermonaten bevorzugt im Süden, arbeitete dort aber sehr viel. Im Sommer war er oft in Honfleur und schuf dort seine bekannten Sonnenuntergänge.
Nur einen Tag nach seinem 60. Geburtstag starb Félix Vallotton an den Folgen einer Krebsoperation im Dezember 1925 in Paris.

Félix Vallotton wird heute als ein Vorreiter des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit betrachtet. Seine puristischen, direkten und doch mystischen Arbeiten lassen einen visionären Künstler erkennen.

 

Ausstellungen (Auswahl)

2013 Félix Vallotton. Schöne Zeiten, Kunsthaus Zürich.
2010 Felix Vallotton.
Paintings, New York, Michael Werner Gallery.
2007/08 Félix Vallotton. Idylle am Abgrund, Kunsthaus Zürich, Hamburger Kunsthalle.
1991-1993 Félix Vallotton. Yale University Art Gallery, New Haven, Museum of Fine Arts Houston, Museum of Art Indianapolis, Van Gogh Museum, Amsterdam, Musée cantonal des beaux-arts, Lausanne.

Literatur (Auswahl)

Rudolf Koella: Über Félix Vallotton. Aufsätze aus 40 Jahren Forschungstätigkeit, Zürich 2009.
Marina Ducrey: Félix Vallotton 1865-1925. L'oeuvre peint, Fondation Félix Vallotton, Lausanne, Schweizer Institut für Kunstwisschenschaft, Zürich; Mailand 2005, 3 Bde.
Marina Ducrey: Félix Vallotton. La vie, la technique, l'oeuvre peint, Lausanne 1989.

Kunstwerke
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